Hinweise auf die nächste Veranstaltung

Informationen zu der Veranstaltung im Januar 2012

VA-Nr.:
01 /2012
Thema:

Eine Philosophie für morgen?

Versuch einer Ortsbestimmung zu einer möglichen Philosophie der Zukunft

Referent:
Prof. Dr. phil. Gerd Doeben-Henisch, Frankfurt a.M.
Datum:
Donnerstag, den 19.01.2012, 20.00 Uhr
Ort:
Hochschule Bremerhaven, An der Karlstadt 8, Haus S, Raum S 207

Zum Vortrag

Eine Philosophie für die Zukunft?

 

Wir leben in einer Zeit konkurrierender Deutungsmuster: religiöse Deutungsmuster bestehen weiterhin neben philosophischen Gedanken unterschiedlichster Richtungen, parallel liefern die empirischen Wissenschaften immer atemberaubendere Perspektiven für alternative Lebensbilder,  die so gar nicht mit dem bisher Vertrauten überein zu kommen scheinen. Dazu immer mehr neue technische Produkte und eine tägliche Wissensflut. Was gilt noch? Was wird morgen sein?

Prof. Doeben-Henisch, zur Zeit Forscher für künstliche Intelligenz im interdisziplinären Masterstudiengang Barrierefreie Systeme der FH Frankfurt am Main, Ex-Theologe, Philosoph und Informatiker, wird auf diese Fragen keine endgültigen Antworten geben können. In seinem Vortrag möchte er aber  zeigen, dass zumindest der Gegensatz von Philosophie und empirischen Wissenschaften nicht bestehen muss. Am Beispiel der phänomenologischen Philosophie von Edmund Husserl wird er aufzeigen, wie diese sich nahtlos mit dem modernen Wissenschaftskonzept zu einem einzigen Denkansatz integrieren lässt. Er selbst benutzt dieses Denkmodell zur Entwicklung von selbstlernender Software mit künstlichem Bewusstsein und 'Gefühlen', allerdings nicht, um den Menschen zu ersetzen, sondern um für die Menschen eine bessere technologische Unterstützung im Alltag zu organisieren. Kann sich aus diesem Ansatz eine neue 'Philosophie für die Zukunft' entwickeln?

Natürlich ergeben sich von diesem neuen Denkansatz auch zahlreiche tiefgehende Konsequenzen für eine theologische Weltdeutung, für eine Grundlegung der Ethik, möglicherweise auch für die letzte Sinnfrage. Aufgrund der sehr knappen Zeit können diese Aspekte aber bestenfalls nur angedeutet werden.

 

Wer an diesen Fragestellungen interessiert ist, ist herzlichst zu dem Vortrag und zur anschließenden Diskussion eingeladen.

Zur Person

Prof. Dr. phil. Dipl. theol. Gerd Doeben-Henisch ist seit SS 2002 Professor am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften der FH Frankfurt am Main. Zuvor war er Theologe und Philosoph (Mitglied des Jesuitenordens von 1968 – 1989), studierte außerdem Psychologie, Linguistik, Phonetik sowie Logik und Wissenschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er mit einer Dissertation im Gebiet der Beweistheorie promovierte. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am CIS (Centrum für Informations- und Sprachverarbeitung) der LMU in München, am Institut für Neue Medien (früher Städelschule, dann INM e.V.), und war dann  Geschäftsführer einer Software-Startup Firma. Er ist heute Leiter des interdisziplinären Masterstudienganges BaSys (Barrierefreie Systeme) und hat seinen Schwerpunkt im Bereich 'Dynamisches Wissen' mit der Entwicklung von intelligenten Systemen (siehe auch: http://www.fh-frankfurt.de/de/fachbereiche/fb2/ansprechpartnerinnen/professorinnen/gerd_doebenhenisch.html)

 

        

Veröffentlichungen

In diesen Vortrag fließen zahlreiche unterschiedliche Disziplinen ein mit vielen hundert Publikationen. Eine klare Literaturempfehlung ist daher kaum möglich. Hilfreich wäre sicherlich eine Lektüre der Cartesianischen Meditationen von Edmund Husserl, und zwar der Text der Pariser Vorlesung von 1929. Dazu gibt es auch eine erste Kommentierung im Philosophie-Blog des Vortragenden unter

http://wiki.cognitiveagent.org/doku.php?id=cagent:text

dort die Links mit Cartesianische Meditationen III.

Literaturhinweise

Aktualisierungsdatum: 10.01.2012

 

E-Mail: info@philosophische-gesellschaft-bremerhaven.de

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